Türkisblaues Wasser, Thermik vom Feinsten und eine Community, die ihresgleichen sucht – die Regatta „Ums Walchenfass“ 2026 war wieder einmal ein absolutes Highlight im TOPCAT-Regattakalender.
Am letzten Juniwochenende traf sich die TOPCAT-Familie traditionell am Walchensee. Schon am Donnerstagabend füllte sich das Gelände der Segelfreunde Walchensee. Die ersten Boote wurden aufgebaut, Segel angeschlagen und die Vorfreude auf ein Wochenende mit perfekten Bedingungen war überall spürbar. Der Freitag wurde von vielen Crews bereits für einen Trainingsschlag genutzt, bevor der Abend bei einer gemeinsamen Grillrunde gemütlich ausklang.
Mit 22 gestarteten TOPCATs – eigentlich waren es sogar 23, aber dazu später im Jahr mehr 😉 – und Wertungen in allen Klassen war alles für ein großartiges Regattawochenende angerichtet.
Diesmal war ich nur Zuschauer…
Für mich persönlich war diese Regatta allerdings etwas ganz Besonderes. Verletzungsbedingt musste ich meinen geliebten K3X an Land lassen. Statt selbst auf dem Wasser zu sein, wollte ich die Regatta einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben.
Mit Fernglas, Regattauhr, ausreichend Wasser und ein paar Snacks machte ich mich auf den Weg zu meinem Beobachtungspunkt hinter der Vogelinsel. Knietief stand ich im Wasser, während die gesamte TOPCAT-Flotte nur wenige Meter an mir vorbeirauschte. Es war faszinierend.
Der Walchensee zeigt, warum er einzigartig ist
Dabei begann der Samstag zunächst ganz typisch für den Walchensee. Die Boote bewegten sich nahezu im Schritttempo hinaus auf den See. Doch dann erschien der bekannte Windstrich aus Urfeld – und innerhalb weniger Minuten zeigte sich der Walchensee von seiner besten Seite.
Bei Temperaturen von über 30 °C, einer Wassertemperatur von mehr als 20 °C und einer konstanten Thermik bot sich ein Bild, das man selbst hier nicht jedes Jahr erlebt.
Unser Wettfahrtleiter Ulli entschied sich, die guten Bedingungen optimal zu nutzen und bereits am Samstag fünf der sechs ausgeschriebenen Wettfahrten durchzuführen, da für Sonntag Gewitter angekündigt waren.
Nach rund fünfeinhalb Stunden kamen die Segler erschöpft, aber mit einem breiten Grinsen zurück in den Hafen. Genau so sieht ein gelungener Segeltag aus.






Gemeinschaft wird mit der TOPCAT Family gelebt
Mindestens genauso wichtig wie die Wettfahrten ist am Walchensee jedoch das Miteinander.
Der Verein organisierte am Abend ein gemeinsames Essen, dazu gab es kalte Getränke, viele Gespräche und jede Menge Geschichten über gelungene Starts, spannende Zweikämpfe und kleine Missgeschicke auf dem Wasser. Wer wollte, sprang anschließend noch einmal zur Abkühlung in den See, während andere den Tag an der legendären Kuchentheke ausklingen ließen.
Besonders gefreut hat mich in diesem Jahr die große Beteiligung unserer Jugend. Durch die Nutzung des benachbarten Jugendhauses konnten zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden – ideale Bedingungen für den Nachwuchs unserer Klasse. Auch die Camper waren auf dem nahegelegenen Wohnmobilstellplatz bestens untergebracht. Dank der Unterstützung der Gemeinde stand erneut der große Parkplatz zur Verfügung, sodass bei fast 50 Booten auf dem Gelände alles hervorragend funktionierte.
Genau solche Rahmenbedingungen machen eine Regatta zu einem echten Gemeinschaftserlebnis.
Auch der Sonntag lieferte noch einmal spektakulären Segelsport
Die angekündigten Gewitter sorgten am Sonntag für deutlich kräftigere Bedingungen. Die Thermik legte noch einmal ordentlich zu und brachte stellenweise bis zu sechs Beaufort auf den See.
Trotzdem konnte der abschließende Lauf sicher durchgeführt werden. Die meisten Kenterungen gab es dabei übrigens nicht während der Wettfahrt, sondern erst auf dem Rückweg in den Hafen – ganz typisch Walchensee.
Die Sieger des Wochenendes
TOPCAT K1
🥇 Sebastian Pfohl & Robin Pfohl
🥈 Ben Vilsmeier & Annika Kühl
🥉 Christoph Schiegg & Susi Wallner
TOPCAT K2
🥇 Tobias Glasl & Veronika Kell
🥈 Sven Kühl & seine Freundin
🥉 Christian Stolz
TOPCAT K3
🥇 Christian Agthe
🥈 Piotr Liszek
🥉 Wilfried Jodorf
Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger und Platzierten!



Warum man diese Regatta erlebt haben muss
Was mich an diesem Wochenende wieder einmal am meisten beeindruckt hat, waren nicht nur die perfekten Bedingungen oder die spannenden Wettfahrten.
Es war die TOPCAT-Community.
Hier hilft jeder jedem. Beim Aufbauen, Slippen, Trimmen oder nach einer Kenterung – egal ob Einsteiger, Jugendlicher oder langjähriger Regattasegler. Man wird sofort aufgenommen und fühlt sich vom ersten Moment an willkommen.
Genau das macht unsere Klasse aus.
Wenn Ihr also noch nie bei der Regatta „Ums Walchenfass“ am Walchensee wart, dann solltet Ihr das unbedingt nachholen. Kaum ein anderes Segelrevier in Deutschland bietet eine solche Kombination aus türkisblauem Wasser, zuverlässiger Thermik mit vier bis fünf Windstärken, einer beeindruckenden Bergkulisse und einer so herzlichen Gemeinschaft.
Für mich war es trotz meiner Verletzung ein Wochenende, das Lust auf mehr gemacht hat.
Und ich freue mich jetzt schon darauf, im nächsten Jahr wieder selbst auf meinem K3X zu sitzen.
Euer Paul
… bald wieder auf dem Wasser. ⛵

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